Nebenjob Blogger
Blogs sprießen ja in der letzten Zeit aus dem Boden wie Pilze. Was zunächst von den meisten als Meinungsaustausch gedacht war, hat sich schnell zum großen Hype entwickelt. Die Bloganzahl verdoppelt sich pro Jahr nahezu. Immer mehr Menschen lesen regelmäßig verschiedene Blogs. Mittlerweile kann man aufgrund der hohen Besucherzahlen mit Blogs durchaus auch Geld verdienen, vor allem natürlich mit Werbung. So sind viele Hobbyblogger inzwischen zu beruflichen Bloggern geworden.
Was macht ein Blogger?
Blog ist ja eigentlich die Abkürzung für Weblog, also ein elektronisch geführtes Tagebuch. Diese Bezeichnung sagt ja schon aus, dass hier eine gewisse Regelmäßigkeit der Veröffentlichungen vorhanden sein sollte. Die Aufgabe des Bloggers ist es also, das Blog regelmäßig mit Inhalten zu füttern.
Der große Vorteil, den das Bloggen hat, ist die große Unabhängigkeit. Damit sind zum einen die örtliche und zum anderen die zeitliche Unabhängigkeit gemeint. Man kann diesen Job problemlos im Home-Office ausüben. Im Sommer auf der Terrasse oder sogar im Urlaub kann man diesen Nebenjob jederzeit weiter ausüben, sofern man über ein Notebook mit Internetanschluss verfügt.
Die Arbeitszeiten kann man ebenfalls vollkommen frei bestimmen. Es spielt keine Rolle, ob man morgens oder abends arbeitet, da man die Beiträge zu einer bestimmten Tageszeit automatisch veröffentlichen lassen kann. Wie viel Zeit man für das Bloggen aufwenden muss, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wichtig ist zum einen die angestrebte Länge und Häufigkeit der Einträge. Es macht natürlich einen Unterschied, ob man nur wöchentlich einen neuen Artikel veröffentlichen möchte oder zweimal täglich.
Zum anderen ist es ein wichtiger Aspekt, wie hoch der Rechercheaufwand für das Thema des Blogs ist. Es ist etwas anderes, über den Verlauf des eigenen Tages zu schreiben, als über ein bestimmtes Fachthema. Natürlich spielen hier auch die eigenen Erfahrungen und Vorkenntnisse in diesem Bereich eine Rolle.
Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen?
Um Blogger zu werden, benötigt man nicht zwingend spezielle Kenntnisse. Es gibt aber natürlich wie immer einige Aspekte, die sich sehr vorteilhaft auswirken.
Einer der wichtigsten Punkte ist eine anständige Rechtschreibung und Grammatik. Außerdem sollte man in der Lage sein, ein wenig mit Worten zu spielen, ein gewisses Sprachgefühl zu entwickeln und seinen Schreibstil an verschiedene Erfordernisse anzupassen. Ohne gute Deutschkenntnisse ist man hier wirklich verloren. Denn niemand möchte täglich Artikel lesen, die mit Fehlern vollgepackt sind oder die nicht leserfreundlich geschrieben sind.
Wenn man sich um eine Bloggertätigkeit bewirbt, ist es immer von Vorteil, wenn man Referenztexte vorweisen kann. Anfänger haben so etwas natürlich zunächst nicht. Auftraggeber benötigen aber im Normal nur einen Text, den der Blogger einmal geschrieben hat, damit sie den Schreibstil genauer unter die Lupe nehmen können. Niemand kauft gerne die sprichwörtliche „Katze im Sack“. Solche Textproben kann natürlich jeder für sich selbst erstellen, auch wenn er neu ist in diesem Gewerbe.
Wenn man professionell als Blogger arbeiten möchte, sind außerdem Kenntnisse über die Suchmaschinenoptimierung (SEO) von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich. Einige Grundlagen erlernt man im Laufe der Zeit automatisch im Umgang mit den Auftraggebern. Wer hier gerne sofort professionell einsteigen möchte, kann auch SEO-Kurse besuchen, die inzwischen immer häufiger von Internetexperten angeboten werden.
Wie kann man mit dem Bloggen Geld verdienen und wie hoch ist der Verdienst?
Paid Blogging
In vielen Bereichen hört man vom so genannten „Paid Blogging“ – bezahltes Bloggen. Der größte Anbieter hierfür auf dem deutschen Markt ist „Trigami“. Das amerikanische Unternehmen bringt Blogger mit Unternehmen zusammen, die für ihre Produkte werben möchten. Aufgabe des Bloggers ist es hier, dass eine Rezension über das entsprechende Produkt geschrieben und auf eigenen Blogs veröffentlicht wird. Deshalb erfordert das Paid Blogging, dass der Blogger eigene Blogs betreibt.
Wie hoch der Verdienst beim Paid Blogging ist, hängt von verschiedenen Kriterien ab wie beispielsweise von der geforderten Länge des Artikels, der Qualität des erstellten Textes und vor allem von den Besucherzahlen des Blogs, auf dem der Text veröffentlicht wird. Möglich sind Verdienste bis zu einer Höhe von 150 Euro pro Artikel. Allerdings sollte man sich am Anfang nicht zu viel davon versprechen, weil man sich auch beim Paid Blogging erst einmal einen Namen machen muss.
Eigene Blogs
Man kann auch Geld mit dem Bloggen auf einem eigenen Blog verdienen. Dies erfordert jedoch umfassende Kenntnisse in den Bereichen Onlinemarketing und Suchmaschinenoptimierung. Wichtig ist hier beispielsweise, dass täglich mehrfach aktuelle und interessante Beiträge mit einer gewissen Länge veröffentlicht werden. Man sollte sich für einen eigenen Blog ein Thema aussuchen, für das man sich persönlich interessiert. Dieses sollte im optimalen Fall ein Nischenthema sein, also eines, das im Internet noch nicht in aller Ausführlichkeit behandelt wurde. Man benötigt vor allem am Anfang einen sehr langen Atem. Die Einnahmen steigen mit einer zunehmenden Benutzeranzahl an. Allerdings muss man diese erst einmal erreichen. Es kann durchaus einige Monate dauern, bis sich ein Blog wirklich lohnt.
Geld verdient man mit einem eigenen Blog vor allem mit Werbeeinnahmen über Partnerprogramme (z. B. Google Adsense) oder durch den Verkauf von Textlinks. Das bedeutet, dass man dafür bezahlt wird, Links zu bestimmten Webseiten in seine Blogbeiträge einzubauen. Wie hoch der Verdienst letztendlich ist, hängt größtenteils davon ab, wie viel Zeit man in den Blog investiert und vor allem davon, wie viele Besucher man anlocken kann. Ein wirklich gut laufender Blog kann durchaus einige hundert Euro pro Monat einbringen.
Eine weitere Möglichkeit, als Blogger Geld zu verdienen, ist, für andere Blogbetreiber zu texten. Vielen Menschen geht irgendwann die Zeit aus, um ihr Blog selbst weiter zu führen. Diese suchen sich dann häufig einen Blogger, den sie dafür bezahlen, dass er Texte für das Blog schreibt. Denkbar ist hier eine Bezahlung pro Wort, üblich sind 1 bis 4 Cent pro Wort. Möglich wäre außerdem eine Beteiligung an den Werbeeinnahmen, anstatt eines Pauschalpreises pro Blogbeitrag. Beide Varianten sind weit verbreitet.
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